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30 Juni 2016

ABBA: Durch Ausbildung zu Arbeit und Integration

Ökumenische Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr e.V. und BBS informieren junge Flüchtlinge

Sie möchten Bäcker, Frisörin, Gerüstbauer oder Bankkauffrau werden. Sie heißen Nazir, Rama, Anwar oder Fatma. Und sie kommen aus Syrien, aus dem Iran, aus Afghanistan oder Pakistan. Aber alle haben eins gemeinsam: Sie möchten nach der Flucht aus ihrer Heimat in Deutschland einen Beruf erlernen, einen Ausbildungsberuf. „Wenn die Betriebe im Landkreis Ahrweiler dieses Potenzial nutzen, haben sie keine Nachwuchsprobleme“, sagte ein Teilnehmer der Veranstaltung „Durch Ausbildung zu Arbeit und Integration“, die Ende Juni in der Berufsbildenden Schule des Landkreises Ahrweiler (BBS) in Bad Neuenahr-Ahrweiler stattfand.

 

In Kooperation zwischen der Arbeitsgruppe „Arbeit, Beruf, Beschäftigung, Ausbildung (ABBA)“ der Ökumenischen Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr e.V. und der Berufsbildenden Schule des Landkreises Ahrweiler (BBS) war die Idee entstanden, in einer Informationsveranstaltung junge geflüchtete Menschen über das deutsche Ausbildungssystem zu informieren. Gleichzeitig sollte auch ihr Interesse an Ausbildung geweckt und gestärkt werden. Gundi Kontakis, stellvertretende Schulleiterin der BBS, konnte in der dicht gefüllten Cafeteria der Schule nicht nur interessierte Jugendliche, sondern auch viele Flüchtlingsbegleiter begrüßen. Moderiert von Lothar Scheffel, früher Leiter eines Berufskollegs in Köln, und mit Unterstützung von Dolmetschern wurde das duale Ausbildungssystem in Filmen und auf Schautafeln präsentiert. Zwei junge Männer, Sean Ellis aus Zimbabwe und Anwar Haji aus dem Irak, beide sind Schüler der BBS, berichteten von ihren Erfahrungen in der dualen Ausbildung: Die Sprache erlernen, hart arbeiten und gleichzeitig viel Unterstützung erhalten nannten sie als Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung. Gefördert wurden sie von den Lehrkräften der BBS und von ihren Ausbildern. Sean und Anwar machten den Jugendlichen Mut, den Schritt in die Ausbildung zu wagen.

Auch nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung blieben viele Jugendliche, um im direkten Gespräch mit Auszubildenden, Schülerinnen und Schülern der internationalen Klassen und mit Lehrkräften der Berufsbildenden Schule, Vertretern der ÖFH und weiteren Fachleuten der Handwerkskammer oder der Caritas Informationen zum Thema Ausbildung zu sammeln.

Ein gelungener Nachmittag, der unbedingt wiederholt werden muss, damit möglichst vielen jungen Flüchtlingen der Weg ins Berufsleben gezeigt wird.

Letzte Änderung am Mittwoch, 10 August 2016 06:58

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