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20 September 2016

800 Euro schaffen Netzwerk für Flüchtlingskinder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ökumenische Flüchtlingshilfe und Kinderschutzbund sagen Danke.

 

Eine Spende über 800 Euro hat der Sinziger Kinderarzt Dr. med. Jürgen Fleischmann dem Deutschen Kinderschutzbund Kreisverband Ahrweiler e.V. und der Ökumenischen Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr e.V. (ÖFH) überreicht. Damit erfüllt der Mediziner den Wunsch seiner Mutter, Kinderärztin Dr. med. Anneliese Fleischmann, auf Kranzspenden zu verzichten und stattdessen Kinder in der Region zu unterstützen. „Flüchtlingskinder haben es besonders schwer, da dachten wir an die Ökumenische Flüchtlingshilfe und an den Kinderschutzbund“, erklärte Dr. Fleischmann.

 In Gesprächen fanden der Kinderschutzbund und die ÖFH heraus, dass sie im Bereich Familienpatenschaften Gemeinsamkeiten haben und eine Kooperation sich lohnen würde. Ulrike Kaiser, Vorsitzende des Kinderschutzbundes Ahrweiler: „Hauptamtliche Sozialpädagoginnen schulen und begleiten Ehrenamtliche, die deutsche Familien und Familien mit Migrationshintergrund, darunter auch Flüchtlingsfamilien, unterstützen. Auch bei den von Sozialpädagoginnen geleiteten Familientreffs in Bachem und Oberbreisig mit ihren verschiedenen, teilweise ehrenamtlich geleiteten Angeboten bietet sich eine Zusammenarbeit an, denn dort nehmen immer mehr Familien mit Migrationshintergrund teil.“ Je zur Hälfte sind in Oberbreisig einheimische Familien und Flüchtlingsfamilien vertreten, sodass eine Sprachvermittlung immer wichtiger wird. Dr. Fleischmann, den sein palästinensischer Hospitant als Übersetzer unterstützt, kennt das Problem. In seiner Praxis kann ihm der zukünftige Arzt, Alaa Rashayda, bei Verständigungsproblemen mit seinen Kenntnissen in Arabisch, Englisch, Hebräisch und Russisch weiterhelfen.

„Zudem brauchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kinderschutzbundes bei Fragen zu Asyl, Anerkennung und Familienzusammenführung fachliche Informationen, die wir geben können“, betont Werner Rex, Vorsitzender der ÖFH. Rex will ebenso dafür zu sorgen, dass genügend Deutschkurse in den Kommunen vorhanden sind: „Gerade bei älteren Kindern sind intensive Deutschkurse für eine erfolgreiche Schullaufbahn dringend notwendig. Die Entscheidung, welcher Schultyp besucht wird, ist abhängig von den Sprachkenntnissen. Da werden für die spätere Berufslaufbahn möglicherweise Chancen und Talente verspielt.“ Für Ulrike Kaiser gibt es noch einen weiteren Grund zur Freude: „Dank Ihrer Spende haben wir die Gelegenheit gefunden, miteinander zu sprechen, uns zu vernetzen und Strukturen zu schaffen, die uns alle ein gutes Stück weiter bringen werden.“ In diesem Sinne dankte auch Werner Rex Familie Fleischmann: „Sie haben uns Möglichkeiten geschaffen, uns breiter aufzustellen.“

Letzte Änderung am Dienstag, 20 September 2016 08:45

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