• Wanderausstellung im Haus der Geschichte, Bonn
  • Karl Valentin
20 August 2018

Spurensuche Empfehlung

Der Beirat für Migration und Integration der Stadt Remagen hatte geplant und zum 2. Internationalen Wandertag eingeladen: Menschen aus neun verschiedenen Herkunftsländern kamen. Vitor Martins, Vorsitzender des Beirates, führte bei diesem internationalen Wandertag Iraner und Eritreer, Portugiesen und Syrer, Türken und Deutsche, El Salvadorianer und Afghanen zusammen. Und auch, wenn es viele Jahre her ist, dass Motee Spanier, den Remagenern bekannt durch ihr großes Engagement beispielsweise bei der Arbeiterwohlfahrt, nach Deutschland gekommen ist, ihr Geburtsort liegt in Indien.

 Zusammen mit der Ökumenischen Flüchtlingshilfe RheinAhr e.V. (ÖFH) veranstaltet der Beirat im Spätsommer und Herbst 2018 Wanderungen und Spaziergänge, die unter dem Motto „Spurensuche“ stehen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchen markante Orte, die am Ende des 2. Weltkrieges eine Rolle gespielt haben und lernen so mehr von der Geschichte ihrer neuen Heimat. Die Veranstaltungen dienen auch der Vorbereitung des Tages der Demokratie im November. 

Die erste Wanderung führte bei Traumwetter in mehreren Gruppen hoch auf den Berg. Das Plateau „Auf Plattborn“ bietet nicht nur wunderbare Blicke auf Remagen und das Rheintal sondern auch viele Bezüge zu dem amerikanischen Vormarsch Ende 1945. Anknüpfungspunkt war hier das berühmte Foto, das den amerikanischen Soldaten zeigt, der auf die noch intakte Ludendorffbrücke schaut. 

Mit großem Interesse hörte sich eine Gruppe iranischer Flüchtlinge, die gemeinsam mit Lothar Scheffel von der ÖFH unterwegs war, die Geschichte der Brücke an. Anschließend traf man sich mit den übrigen Wanderern, darunter auch viele Kinder, und besichtigte die Straußenfarm.

Treffpunkt nach der Rückkehr am Nachmittag war der Garten der evangelischen Kirchengemeinde Remagen. „Das ist ja ein wunderbarer Anblick!“ bemerkte Pfarrerin Elisabeth Reuter, die dieses Abschluss-Grillen ermöglicht hatte, beim Anblick der mehr als 35 Personen, die an langen Tischen gemeinsam aßen und tranken. 

Außerdem bot sich so eine schöne Gelegenheit, in vielen Sprachen und teils auch noch mit Händen und Füßen miteinander zu reden, Erfahrungen auszutauschen und neue Bekanntschaften zu schließen. 

Letzte Änderung am Montag, 03 September 2018 08:45

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